ROKKER Lexikon

ROKKER Lexikon: Leder? ROKKERTECH? Kevlar? Dynatec? In Motorradbekleidungen werden verschiedenste Gewebe und Technologien verarbeitet. Schwierig, hier als Konsument den Überblick zu behalten. Wir bringen Licht ins Dunkel und erläutern die wichtigsten Begriffe.
ARAMID Aramide sind Polymere. Bekannte Markennamen für Aramide sind Kevlar, Nomex, Teijinconex, Twaron und Technora. Die Fasern aus Aramid zeichnen sich durch hohe Festigkeit, hohe Schlagzähigkeit, hohe Bruchdehnung und gute Schwingungsdämpfung aus. Sie sind darüber hinaus gut hitze- und feuerbeständig. Aramide schmelzen bei hohen Temperaturen nicht, sondern beginnen ab etwa 400 °C zu verkohlen. Die Fasern verlieren bei UV-Einstrahlung (Sonnenlicht) ihre Festigkeit und können bis zu 7 % Wasser aufnehmen.
ARMALITH Armalith ist ein Markenname eines Mischgewebes aus Baumwoll- und UHMWPE-Fasern (siehe auch UHMWPE und Baumwolle).
ATMUNGSAKTIVITÄT Auf zwei verschiedene Weisen wird die Atmungsaktivität wissenschaftlich gemessen. Einerseits wird ein MVTR-Wert ermittelt, welcher die Dampfdurchlässigkeit angibt. Andererseits wird ein RET-Wert ermittelt, welcher den Dampfwiderstand beschreibt. Durch diese Werte lassen sich Aussagen zur Wasserdampfdurchlässigkeit, also zur Atmungsaktivität eines Textils, treffen. Die Atmungsaktivität spielt eine entscheidende Rolle für den Tragekomfort, so dass entstehender Körperschweiss nach aussen transportiert werden kann und sich nicht unter der Bekleidungsschicht sammelt. Die Hersteller bedienen sich dabei jeweils an beiden Messverfahren. Die C Change Membran der Firma Schöller hat einen MVTR Wert von 18‘000 g / m2 / 24h und einen RET Wert von <2. MVTR Wert
Die Moisture Vapor Transmission Rate (MVTR), auch Water Vapor Transmission Rate (WVTR) genannt, ist ein Messwert für die Durchlässigkeit von Wasserdampf durch Materialien und der Atmungsaktivität von Funktionstextilien. Zur Ermittlung des MVTR-Wertes wird die Wassermenge, die in 24 Stunden durch einen Quadratmeter Textil verdunstet, gemessen. Die MVTR wird als verdunstetes Wasser in Gramm pro Quadratmeter und Tag angegeben. Die Einheit lautet g/m²/24h. Je höher der MVTR-Wert eines Kleidungsstücks ist, umso atmungsaktiver ist es. Ein Wert ab 10’000 g/m²/24h gilt als sehr atmungsaktiv. RET-Wert
RET ist eine Abkürzung für Resistance to Evaporating Heat Transfer, der Wasserdampfdurchgangswider-stand. Dieser Wert gibt an, wie viel Widerstand das Gewebe dem Durchgang von Wasserdampf entge-gensetzt. Beim RET-Wert gilt, je kleiner der RET-Wert eines Kleidungsstücks, desto atmungsaktiver ist es.
RET-Wert 0 - 6: sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit
RET-Wert 6 - 13: gute Wasserdampfdurchlässigkeit
RET-Wert 13 - 20: zufriedenstellende Wasserdampfdurchlässigkeit
RET-Wert 20 +: unbefriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit
BAUMWOLLE Die Baumwollfaser ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze stammt. Die langen Fasern werden zu dünnen Fäden gesponnen und für Textilien verwendet. Bei der Aufarbeitung der Baumwolle werden die weiteren Pflanzenreste von der Faser entfernt und es bleibt ein natürliches Polymer aus Cellulose zurück. Jede Faser besteht aus 20 bis 30 Lagen Cellulose in einer gedrehten Struktur. Baumwolle ist sehr saugfähig und kann bis zu 32 % ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich, sie „kratzen“ nicht und haben ein äusserst geringes Allergiepotential. THE ROKKER COMPANY verwendet Baumwolle und/oder Baumwollanteile in den Linien ROKKERTECH, Black Jack, Classic, Revolution und bei der Casual Bekleidung.
BLUESIGN Bluesign ist ein Nachhaltigkeits-Standard für die Herstellung von Textilien, der besonders Aspekte der Chemikaliensicherheit berücksichtigt und gleichzeitig damit ein Textilsiegel. Kern von bluesign ist der Standard, der den gesamten Herstellungsprozess von Textilprodukten umfasst und vergleichsweise strenge Kriterien hinsichtlich der verwendeten Chemikalien aufstellt. Im Gegensatz zu anderen Standards wie etwa den Öko-Tex 100, die lediglich problematische Reststoffe im Endprodukt erfassen, bezieht bluesign die zuliefernden Chemieunternehmen und herstellende Textilindustrie mit ein, um entlang des Herstellungsprozesses gefährliche Chemikalien zu vermeiden.
Kleidung, die dem Standard entsprechend hergestellt wurde, kann mit einem eingenähten Siegel versehen werden.
CORDURA® Cordura® ist ein Gewebe aus gesponnenen und verwobenen Polyamid-Fasern, sprich Nylon. Da es reissfester als normales Nylon ist, wird es bei der Herstellung von Motorradschutzkleidung, Arbeitskleidung, Gurtzeugen, Sporttaschen, Rucksäcken oder ähnlichem verwendet. Nachteil des Gewebes ist, dass es aufgrund seiner Struktur relativ schwierig zu beschichten ist.
CORDURA® Denim Cordura® Denim ist ein Mischgewebe aus Nylon- und Baumwollfasern. Durch die Mischung erhöht sich gegenüber reiner Baumwolle die Abriebfestigkeit. Der Stoff wird für Arbeitsbekleidung und militärische Kampfanzüge verwendet.
DYNATEC Speziell von der Schweizer Firma schoeller® entwickeltes hochfestes Polyamid-Gewebe. Die Gewebe-konstruktion sorgt mit seiner hohen Fadendichte für eine ausserordentliche Strapazierfähigkeit. Dynatec ist UV-beständig und kann durch verschiedene Verfahren mit zusätzlichen Funktionen für unterschiedliche Anwendungen veredelt werden. Ausserdem ist Dynatec angenehm zum Tragen und hat eine attraktive Optik. THE ROKKER COMPANY verwendet Dynatec in den Linien Black Jack, Classic und Revolution.
DYNEEMA Dyneema ist der Markenname von dem niederländischen Chemiekonzern Royal DSM N.V. für eine Art der UHMWPE Polyethylen-Faser. Andere Markennamen ähnlicher Fasern sind: Certran, Izanas und Spectra. (siehe auch UHMWPE)
ELASTAN Elastan, auch Elasthan geschrieben, ist eine Chemie-Faser, welche aus 85% Polyurethan (=PU) besteht. Selbst bei einer Dehnung auf das Dreifache ihrer Ausgangslänge reisst die Faser nicht und geht nach der Rücknahme der Belastung wieder nahezu auf die Ausgangslänge zurück. Sie ähnelt Gummi, hat aber eine höhere Festigkeit und ist haltbarer. Die Faser ist leicht, weich und glatt, hat keine statische Aufladung und kein Pilling und ist regelmässig waschbar. Elastan wird vor allem für Bekleidung verwendet, die sehr elastisch oder passgenau sein muss. Vor allem hat es sich daher bei Sportbekleidung, Unterwäsche und Socken etabliert. Aus Gründen des Tragekomforts wird es aber immer mit anderen Fasertypen gemischt. THE ROKKER COMPANY verwendet Elastan in fast allen Linien.
INDIGO Indigo, vom altgriechischen Indikon, ist ein tiefblaues organisches Pigment mit hoher Farbstärke. Indigo ist eines der ältesten und bekanntesten Farbpigmente und wurde schon in prähistorischer Zeit zum Einfärben von Textilien verwendet. Früher wurde der Indigo aus pflanzlichen Quellen gewonnen. Mit der Entwicklung von industriellen Syntheseverfahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die grosstechnische und damit kostengünstige Produktion von künstlichem Indigo.
INCH Ein Inch ist eine englische Längeneinheit und entspricht 2,54 Zentimeter (analog Zoll).
JEANS Jeans bezeichnet eine Hose aus einem robusten Baumwollstoff, dem Denim. Dieser Stoff stammt ursprünglich aus der Stadt Genua und fand seinen Weg in die USA. Aus der französischen Form des Städtenamens („Gênes“ für Genua) entwickelte sich in Amerika die Aussprache „Jeans“. Levi Strauss ging als Auswanderer 1847 nach San Francisco und fertigte für Goldgräber robuste Arbeitsbekleidung an. Den Jeansstoff bezog er aus der französischen Stadt Nîmes „de Nîmes“. Im Amerikanischen entwickelte sich daraus der Begriff „Denim Jeans“. Um 1920 kam der Begriff Blue Jeans (durch die Indigofärbung) auf.
KEVLAR Kevlar ist ein Markenname eines Aramid-Polymer-Gewebes der Firma DuPont® (siehe Aramid) und hat die negative Eigenschaft, dass er durch UV-Strahlen und Schweiss mit Dauer des Gebrauchs brüchig werden kann und somit Abriebschutz abbaut.
LEDER Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten ist. Leder ist ein geschmeidiges, festes, haltbares und vielseitig einsetzbares Material. Es ist angenehm zu tragen, relativ undurchlässig für Wasser und daher nicht atmungsaktiv. Für die Herstellung von Leder kann jede tierische Haut verwendet werden, jedoch ist das Ausgangsmaterial und das Gerben entscheidend für die Qualität. Leder ist sehr abriebfest und darum beliebt bei vielen Motorradfahrern. Besonders Känguru-Leder ist sehr strapazierfähig und kommt häufig im Rennsport zur Anwendung.
LICHTSCHUTFAKTOR LSF /SPF Der LichtSchutzFaktor LSF, im Englischen sun protection factor SPF, dient zur Beurteilung von Lichtschutzpräparaten (Sonnencremes) am Menschen. Er gibt an, wie viel Mal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre.
UV-Schutzfaktor für Textilien USF / UPF:
In Anlehnung an den LSF / SPF wird für Textilien der UV-Schutzfaktor USF oder Ultraviolet Protection Factor UPF angegeben, der gemäß dem Australian/New Zealand Standard 4399:1996 for sun protecting clothing evaluation and classification (AS/NZS4399: 1996) berechnet wird. Ein weisses T-Shirt aus Baumwolle hat etwa einen UPF Wert von zehn, das heisst, es lässt noch ein Zehntel der UV-Strahlung durch. Im nassen oder gedehnten Zustand oder bei enganliegender Kleidung reduziert sich dieser Schutz. Kleidung mit einem UPF Wert >15 erfüllt die australische/neuseeländische Norm für Sonnenschutz, während die Europäische Norm (EN 13758-1999) erst ab UPF 40 erfüllt ist.
Coldblack beschichtete Materialien haben einen UPF Faktor von mindestens 30.
NYLON Nylon ist der Markenname der ersten, synthetisch hergestellten Polyamid-Faser als Ersatz für die Seiden-Faser. Die erste Anwendung dieser Faser war bei Zahnbürsten. Nylon wird in verschiedensten Produkten verwendet, vom Tankrucksack, Zelten, Schlafsäcken bis hin zu Regenkombis.
OEKO-TEX STANDARD 100 Unter der Markenbezeichnung Oeko-Tex vergibt die Internationale Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil- und Lederökologie Produktlabel (Textilsiegel) und Betriebsstätten-zertifizierungen. Dabei werden Produkte aller Verarbeitungsstufen entlang der textilen Wertschöpfungs-kette (Fasern, Garne, Gewebe, Leder, konfektionierte Endprodukte) auf gesundheitliche Unbedenklich-keit und Betriebsstätten auf sozial- und umweltverträgliche Produktionsbedingungen geprüft. Der Standard 100 by Oeko-Tex ist das weltweit am weitesten verbreiteten Kennzeichen für schadstoffgeprüfte Textilien.
OUTLAST® Outlast® wurde für die NASA entwickelt. Es gleicht Temperaturschwankungen optimal aus und ist zudem sehr geruchsneutral und schnelltrocknend. Weitere Informationen siehe Performance Line. THE ROKKER COMPANY verwendet Outlast® in der Performance Linie.
OUNCE (OZ) Eine Unze (vom lateinisch Uncia‚ ein Zwölftel einer römischen Libra), später meist ein Sechzehntel eines Pfundes, ist eine nichtmetrische Masseinheit der Masse (1 OZ = 28.35gr). Die englische Bezeichnung ist ounce. Das Einheitenzeichen ist im angloamerikanischen Masssystem oz. (von ital. onza). Bei Jeans bezeichnet OZ das Gewicht des Stoffes pro Quadrat-Yard. Je höher die Zahl, desto schwerer der Stoff. Üblicherweise werden Jeans von 10 bis 15 OZ gefertigt. Ein Jeansstoff von 13 OZ hat zirka 440 Gramm pro Quadratmeter.
PEKEV® Pekev ist ein Gewebe aus Aramid- und Polyethylenfasern. Nebst einer guten Abreibfestigkeit weist Pekev® eine hohe Aufprallabsorption auf.
POLYAMID PA Polyamid (Kurzzeichen PA) ist die Bezeichnung von linearen Polymeren. Polyamid-Fasern haben eine relativ hohe Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit. Zudem besitzen sie eine gute Chemikalien-beständigkeit und sind einfach zu Verarbeiten. Je nach Verarbeitungsmethode entstehen aus Polyamid-Fasern unterschiedlichste Materialien, vom Futterstoff bis zur Outdoor- und Motorradbekleidung. Polyamid-Fasern sind unter den Namen Nylon, Perlon, Timbrelle und Dederon bekannt.
POLYETHYLEN PE Polyethylen (Kurzzeichen PE) ist ein durch Kettenpolymerisation vom petrochemisch erzeugten Ethen hergestellter thermoplastischer Kunststoff. Es ist der weltweit mit Abstand am häufigsten verwendeten Kunststoff und wird in erster Linie für Verpackungen verwendet. Durch eine korrekte Wahl von Produktionsverfahren, Produktionsbedingungen, Anteil und Art von Comonomeren, Katalysatoren, etc. können gezielt Polymere mit erwünschten Eigenschaften hergestellt werden; neben harten oder weichen Kunststoffen sind auch Wachse, Fette und sogar Öle aus Polyethylen möglich. Für weiterführende Informationen bitte Chemiekurs für Fortgeschrittene belegen.
POLYMER Polymer ist der Überbegriff für einen chemischen Stoff, der aus Makromolekülen besteht. Es gibt synthetische und von Lebewesen erzeugte Polymere. Polyethylen, Polypropylen und Polyamid sind Polymere.
POLYPROPYLEN PP Polypropylen (Kurzzeichen PP) ist ein durch Kettenpolymerisation hergestellter thermoplastischer Kunststoff. Seine Eigenschaften ähneln Polyethylen, er ist jedoch etwas härter und wärmebeständiger. Polypropylen ist der am zweithäufigsten verwendete Standardkunststoff und wird oft für Verpackungen verwendet.
PRIMALOFT Primaloft® ist die Bezeichnung eines hochwertigen Isolationsprodukt und bietet überlege Leistung für hochwertige Kaltwetter-Bekleidung. Primaloft® ist leicht, atmungsaktiv und besitzt hervorragende wasserabweisende Eigenschaften. Gerne wird Primaloft® als künstliche Daune bezeichnet. Primaloft® hält den Motorradfahrer trocken, warm und ist sehr komfortabel. Im Gegensatz zu Daunen kann Primaloft® problemlos gewaschen und auf kleinsten Raum komprimiert werden. Weitere Informationen siehe Performance Line. THE ROKKER COMPANY verwendet Primaloft® in der Performance Linie.
RAW DENIM Raw Denim ist auch unter der Bezeichnung Dry Denim bekannt. Es handelt sich dabei um einen festen, etwas steifen, unbedingt ungewaschenen Jeansstoff, der mit Indigo eingefärbt wurde. Achten Sie beim Kauf einer Hose aus Dry Denim unbedingt darauf, dass sie nicht vorgewaschen ist, denn nur dann können Sie dem guten Stück ein unverwechselbares, einzigartiges Aussehen verleihen, so genannten Fadings. Die Individualität der Raw Denim Hose wird durch den Gebrauch, also das Tragen erreicht. Je länger Sie die Bluejeans tragen, ohne sie zu waschen, umso besser können sich typische Verschleisserscheinungen entwickeln. Vorsicht: zu Beginn färben Raw Denim auf helle Materialien ab. Dieser Effekt schwächt sich jedoch im Laufe der Zeit durch das Tragen und Waschen zunehmend ab.
SELVAGE (auch Selvedge) Das Wort “Selvage” kommt von dem englischen Wort “self-edged”. Das steht für die “echte”, also keine abgeschnittene Webkante eines Stoffes. Diese Webkante ist schmal und dicht gewoben. Die in der Regel. weissliche Webkante wird normalerweise mit einem farbigen Faden fixiert, wobei Rot die wohl am weitesten verbreitete Farbe ist. Die farbigen Fäden wurden ursprünglich eingeführt, um die Stoffballen der Hauptkunden der Webereien unterscheiden zu können.

Vergleich ROKKER Bonneville 18 OZ. Casual Jeans: Links: neues, ungetragenes Modell - Rechts: selbes Modell nach 3 Jahren Tragen und 3 Handwäschen
Selvage Denim wird auf alten Schützenwebstühlen (in engl. Shuttle-Looms) gefertigt. Diese Webstühle weben den Stoff mit nur einem Schussfaden, der immer wieder die komplette Breite des Webstuhls zurücklegt. Wenn dieser Faden an den jeweiligen Enden zurück in den Denim geführt wird, entsteht die sogenannte “self-edge” oder Selvage. Diese Selvage-Kanten haben den Vorteil, dass sie nicht ausfransen, so wie bei herkömmlichen Webkanten, die beim Weben auf den moderneren Projektil-Webstühlen entstehen. Die Schützenwebstühle arbeiten sehr viel langsamer und können eine sehr viel geringere Stoffbreite produzieren. Bei Projektilwebstühlen erreicht man eine Stoffbreite von ca. 150 cm, bei Schützenwebstühlen lediglich rund 80 cm. Das bedeutet, dass ein sehr viel längeres Stück Stoff notwendig ist und viel mehr „Abschnitt“ produziert wird, um eine einzelne Selvage-Jeans zu fertigen. Zusammengefasst heisst das, dass der Selvage Stoff durch die langsameren Maschinen in der Produktion viel länger dauert und durch die geringere Stoffbreite viel mehr Stoff für eine Hose gebraucht wird, was den meist etwas höheren Preis ausmacht.
SOFTSHELL Softshell ist ein Oberbegriff für Funktionstextilien und wird meistens im Zusammenhang mit moderner Sport- und Freizeitbekleidung verwendet. Diese besteht häufig aus zwei oder drei laminierten Membran-schichten oder einem Doppelgewebe. THE ROKKER COMPANY verwendet Softshell Jacken in der Performance Linie als sogenannte Second Layer, wo sie als Isolationsschicht dienen. Die Softshelljacken von THE ROKKER COMPANY sind durch ihre Fleece-Innenfütterung besonders angenehm zu tragen.
TWARON® Twaron® ist ein Markennahme eines Aramid-Polymer-Gewebes der Holländischen Firma Teijin Aramid. (Siehe Aramid).
UHMWPE UHMWPE ist die Abkürzung für Ultra High Molecular Weight Polyethylene, einer Polyethylen-faser. Die Faser ist sehr lange haltbar und hat eine hohe Beständigkeit gegen Abrieb, Feuchtigkeit, UV-Strahlen und Chemikalien.
In feinsten Geweben findet UHMWPE Anwendung als Nähgarne, Angelschnüre und Drachenschnüre. In mittlerer Gewebeart findet die Faser Anwendung bei Sicherheitszubehör für Kletterausrüstungen, Yachttauen und Fischernetzen. Zudem wird diese Faser verwoben für Segeltuch und Planen verwendet. Aus schweren Geweben werden Taue für Schiffe, Ölplattformen und Tiefsee-Installationen hergestellt. THE ROKKER COMPANY verwendet unter anderem UHMWPE Fasern in der Rokkertech Linie.
WASSERDICHTIGKEIT Unter Wasserdichtigkeit versteht man jene Eigenschaft von Materialien oder Kleidung, die das Eindringen von Wasser ausreichend verhindert. Etwas völlig wasserdicht zu machen ist möglich, hat aber auch Nachteile. So soll etwa angenehm zu tragende Schutzkleidung zwar gegen üblichen Regen dicht sein, aber dennoch atmungsaktiv bleiben. Auch ist es für Kleidung nur selten nötig, völlige Dichtigkeit gegen Starkregen anzustreben. Kleidungsstücke werden, falls sie nicht aus 100 % wasserdichtem Material bestehen, häufig durch Imprägnierung (spritz)wasserdicht gemacht, die aber periodisch zu erneuern ist. Grundsätzlich gilt: Je höher die Wassersäule, desto geringer die Atmungsaktivität.
THE ROKKER COMPANY verwendet bei der Revolution Line die C-Change Membran der Firma Schöller. Diese hat eine Wassersäule von 20'000 mm, einen MVTR-Wert von 18’000g/m2/24h und einen RET-Wert von < 2. Normen für Wasserdichtigkeit:
Die DIN EN 20811:1992, auch ISO 811 genannt, regelt die Art und Weise der Bestimmung des Widerstandes gegen das Durchdringen von Wasser. Durchzuführen ist folgender hydrostatischer Wasserdruckversuch: Die Aussenseite des Materials wird Wasser ausgesetzt. Der Wasserdruck beginnt bei Null und steigt um 10 mm pro Sekunde. Gemessen wird nun die Zeit, bis der dritte Tropfen auf der Innenseite zu sehen ist, beziehungsweise der der Zeit entsprechende Druck in Millimeter Wassersäule. Die Wassersäule wird in Millimetern angegeben.
Nach der europäischen Norm EN 343:2003 („Schutzkleidung gegen Regen“) ist ein Produkt mit einer Wassersäule ab 800 mm „wasserdicht (Klasse 2)“ und ab 1300 mm „wasserdicht (Klasse 3)“. Materialien wie die C-Change Membran der Firma Schöller, Gore-Tex oder Sympatex haben eine Wassersäule von mindestens 10'000 mm bis zu 30’000 mm. Wasserdicht und trotzdem nass?
Im täglichen Gebrauch können die technischen Normen für Wasserdichtigkeit um ein Vielfaches übertroffen werden. So wird beim Sitzen auf dem Motorrad der Stoff im Schritt gedehnt, die Membrane «verzogen» und durch das Körpergewicht des Fahrers wird der Wasserdruck, also die Wassersäule, massiv erhöht. Die Eidgenössische Materialprüfanstalt EMPA in St. Gallen in der Schweiz geht davon aus, dass ein Funktionsmaterial ab einer Wassersäule von 4.000 mm wasserdicht ist. Beim Sitzen auf feuchtem Untergrund wird ein Druck aufgebaut, der ca. 2.000 mm Wassersäule entspricht. Beim Knien in der Hocke drücken schon ca. 4800 mm Wassersäule auf die Bekleidung. So kann ein technisch wasserdichtes und sauber verarbeitetes Gewebe mit verschweissten Nähten und einer Wassersäule von mehr als 1300mm in der Praxis Wasser durchlassen.
Produkte von ROKKER:

feel free in every situation of our rokkin life.

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ARAMID Aramide sind Polymere. Bekannte Markennamen für Aramide sind Kevlar, Nomex, Teijinconex, Twaron und Technora. Die Fasern aus Aramid zeichnen sich durch hohe Festigkeit, hohe Schlagzähigkeit, hohe Bruchdehnung und gute Schwingungsdämpfung aus. Sie sind darüber hinaus gut hitze- und feuerbeständig. Aramide schmelzen bei hohen Temperaturen nicht, sondern beginnen ab etwa 400 °C zu verkohlen. Die Fasern verlieren bei UV-Einstrahlung (Sonnenlicht) ihre Festigkeit und können bis zu 7 % Wasser aufnehmen.
ARMALITH Armalith ist ein Markenname eines Mischgewebes aus Baumwoll- und UHMWPE-Fasern (siehe auch UHMWPE und Baumwolle).
ATMUNGSAKTIVITÄT Auf zwei verschiedene Weisen wird die Atmungsaktivität wissenschaftlich gemessen. Einerseits wird ein MVTR-Wert ermittelt, welcher die Dampfdurchlässigkeit angibt. Andererseits wird ein RET-Wert ermittelt, welcher den Dampfwiderstand beschreibt. Durch diese Werte lassen sich Aussagen zur Wasserdampfdurchlässigkeit, also zur Atmungsaktivität eines Textils, treffen. Die Atmungsaktivität spielt eine entscheidende Rolle für den Tragekomfort, so dass entstehender Körperschweiss nach aussen transportiert werden kann und sich nicht unter der Bekleidungsschicht sammelt. Die Hersteller bedienen sich dabei jeweils an beiden Messverfahren. Die C Change Membran der Firma Schöller hat einen MVTR Wert von 18‘000 g / m2 / 24h und einen RET Wert von <2. MVTR Wert
Die Moisture Vapor Transmission Rate (MVTR), auch Water Vapor Transmission Rate (WVTR) genannt, ist ein Messwert für die Durchlässigkeit von Wasserdampf durch Materialien und der Atmungsaktivität von Funktionstextilien. Zur Ermittlung des MVTR-Wertes wird die Wassermenge, die in 24 Stunden durch einen Quadratmeter Textil verdunstet, gemessen. Die MVTR wird als verdunstetes Wasser in Gramm pro Quadratmeter und Tag angegeben. Die Einheit lautet g/m²/24h. Je höher der MVTR-Wert eines Kleidungsstücks ist, umso atmungsaktiver ist es. Ein Wert ab 10’000 g/m²/24h gilt als sehr atmungsaktiv. RET-Wert
RET ist eine Abkürzung für Resistance to Evaporating Heat Transfer, der Wasserdampfdurchgangswider-stand. Dieser Wert gibt an, wie viel Widerstand das Gewebe dem Durchgang von Wasserdampf entge-gensetzt. Beim RET-Wert gilt, je kleiner der RET-Wert eines Kleidungsstücks, desto atmungsaktiver ist es.
RET-Wert 0 - 6: sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit
RET-Wert 6 - 13: gute Wasserdampfdurchlässigkeit
RET-Wert 13 - 20: zufriedenstellende Wasserdampfdurchlässigkeit
RET-Wert 20 +: unbefriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit
BAUMWOLLE Die Baumwollfaser ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze stammt. Die langen Fasern werden zu dünnen Fäden gesponnen und für Textilien verwendet. Bei der Aufarbeitung der Baumwolle werden die weiteren Pflanzenreste von der Faser entfernt und es bleibt ein natürliches Polymer aus Cellulose zurück. Jede Faser besteht aus 20 bis 30 Lagen Cellulose in einer gedrehten Struktur. Baumwolle ist sehr saugfähig und kann bis zu 32 % ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich, sie „kratzen“ nicht und haben ein äusserst geringes Allergiepotential. THE ROKKER COMPANY verwendet Baumwolle und/oder Baumwollanteile in den Linien ROKKERTECH, Black Jack, Classic, Revolution und bei der Casual Bekleidung.
BLUESIGN Bluesign ist ein Nachhaltigkeits-Standard für die Herstellung von Textilien, der besonders Aspekte der Chemikaliensicherheit berücksichtigt und gleichzeitig damit ein Textilsiegel. Kern von bluesign ist der Standard, der den gesamten Herstellungsprozess von Textilprodukten umfasst und vergleichsweise strenge Kriterien hinsichtlich der verwendeten Chemikalien aufstellt. Im Gegensatz zu anderen Standards wie etwa den Öko-Tex 100, die lediglich problematische Reststoffe im Endprodukt erfassen, bezieht bluesign die zuliefernden Chemieunternehmen und herstellende Textilindustrie mit ein, um entlang des Herstellungsprozesses gefährliche Chemikalien zu vermeiden.
Kleidung, die dem Standard entsprechend hergestellt wurde, kann mit einem eingenähten Siegel versehen werden.
CORDURA® Cordura® ist ein Gewebe aus gesponnenen und verwobenen Polyamid-Fasern, sprich Nylon. Da es reissfester als normales Nylon ist, wird es bei der Herstellung von Motorradschutzkleidung, Arbeitskleidung, Gurtzeugen, Sporttaschen, Rucksäcken oder ähnlichem verwendet. Nachteil des Gewebes ist, dass es aufgrund seiner Struktur relativ schwierig zu beschichten ist.
CORDURA® Denim Cordura® Denim ist ein Mischgewebe aus Nylon- und Baumwollfasern. Durch die Mischung erhöht sich gegenüber reiner Baumwolle die Abriebfestigkeit. Der Stoff wird für Arbeitsbekleidung und militärische Kampfanzüge verwendet.
DYNATEC Speziell von der Schweizer Firma schoeller® entwickeltes hochfestes Polyamid-Gewebe. Die Gewebe-konstruktion sorgt mit seiner hohen Fadendichte für eine ausserordentliche Strapazierfähigkeit. Dynatec ist UV-beständig und kann durch verschiedene Verfahren mit zusätzlichen Funktionen für unterschiedliche Anwendungen veredelt werden. Ausserdem ist Dynatec angenehm zum Tragen und hat eine attraktive Optik. THE ROKKER COMPANY verwendet Dynatec in den Linien Black Jack, Classic und Revolution.
DYNEEMA Dyneema ist der Markenname von dem niederländischen Chemiekonzern Royal DSM N.V. für eine Art der UHMWPE Polyethylen-Faser. Andere Markennamen ähnlicher Fasern sind: Certran, Izanas und Spectra. (siehe auch UHMWPE)
ELASTAN Elastan, auch Elasthan geschrieben, ist eine Chemie-Faser, welche aus 85% Polyurethan (=PU) besteht. Selbst bei einer Dehnung auf das Dreifache ihrer Ausgangslänge reisst die Faser nicht und geht nach der Rücknahme der Belastung wieder nahezu auf die Ausgangslänge zurück. Sie ähnelt Gummi, hat aber eine höhere Festigkeit und ist haltbarer. Die Faser ist leicht, weich und glatt, hat keine statische Aufladung und kein Pilling und ist regelmässig waschbar. Elastan wird vor allem für Bekleidung verwendet, die sehr elastisch oder passgenau sein muss. Vor allem hat es sich daher bei Sportbekleidung, Unterwäsche und Socken etabliert. Aus Gründen des Tragekomforts wird es aber immer mit anderen Fasertypen gemischt. THE ROKKER COMPANY verwendet Elastan in fast allen Linien.
INDIGO Indigo, vom altgriechischen Indikon, ist ein tiefblaues organisches Pigment mit hoher Farbstärke. Indigo ist eines der ältesten und bekanntesten Farbpigmente und wurde schon in prähistorischer Zeit zum Einfärben von Textilien verwendet. Früher wurde der Indigo aus pflanzlichen Quellen gewonnen. Mit der Entwicklung von industriellen Syntheseverfahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die grosstechnische und damit kostengünstige Produktion von künstlichem Indigo.
INCH Ein Inch ist eine englische Längeneinheit und entspricht 2,54 Zentimeter (analog Zoll).
JEANS Jeans bezeichnet eine Hose aus einem robusten Baumwollstoff, dem Denim. Dieser Stoff stammt ursprünglich aus der Stadt Genua und fand seinen Weg in die USA. Aus der französischen Form des Städtenamens („Gênes“ für Genua) entwickelte sich in Amerika die Aussprache „Jeans“. Levi Strauss ging als Auswanderer 1847 nach San Francisco und fertigte für Goldgräber robuste Arbeitsbekleidung an. Den Jeansstoff bezog er aus der französischen Stadt Nîmes „de Nîmes“. Im Amerikanischen entwickelte sich daraus der Begriff „Denim Jeans“. Um 1920 kam der Begriff Blue Jeans (durch die Indigofärbung) auf.
KEVLAR Kevlar ist ein Markenname eines Aramid-Polymer-Gewebes der Firma DuPont® (siehe Aramid) und hat die negative Eigenschaft, dass er durch UV-Strahlen und Schweiss mit Dauer des Gebrauchs brüchig werden kann und somit Abriebschutz abbaut.
LEDER Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten ist. Leder ist ein geschmeidiges, festes, haltbares und vielseitig einsetzbares Material. Es ist angenehm zu tragen, relativ undurchlässig für Wasser und daher nicht atmungsaktiv. Für die Herstellung von Leder kann jede tierische Haut verwendet werden, jedoch ist das Ausgangsmaterial und das Gerben entscheidend für die Qualität. Leder ist sehr abriebfest und darum beliebt bei vielen Motorradfahrern. Besonders Känguru-Leder ist sehr strapazierfähig und kommt häufig im Rennsport zur Anwendung.
LICHTSCHUTFAKTOR LSF /SPF Der LichtSchutzFaktor LSF, im Englischen sun protection factor SPF, dient zur Beurteilung von Lichtschutzpräparaten (Sonnencremes) am Menschen. Er gibt an, wie viel Mal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre.
UV-Schutzfaktor für Textilien USF / UPF:
In Anlehnung an den LSF / SPF wird für Textilien der UV-Schutzfaktor USF oder Ultraviolet Protection Factor UPF angegeben, der gemäß dem Australian/New Zealand Standard 4399:1996 for sun protecting clothing evaluation and classification (AS/NZS4399: 1996) berechnet wird. Ein weisses T-Shirt aus Baumwolle hat etwa einen UPF Wert von zehn, das heisst, es lässt noch ein Zehntel der UV-Strahlung durch. Im nassen oder gedehnten Zustand oder bei enganliegender Kleidung reduziert sich dieser Schutz. Kleidung mit einem UPF Wert >15 erfüllt die australische/neuseeländische Norm für Sonnenschutz, während die Europäische Norm (EN 13758-1999) erst ab UPF 40 erfüllt ist.
Coldblack beschichtete Materialien haben einen UPF Faktor von mindestens 30.
NYLON Nylon ist der Markenname der ersten, synthetisch hergestellten Polyamid-Faser als Ersatz für die Seiden-Faser. Die erste Anwendung dieser Faser war bei Zahnbürsten. Nylon wird in verschiedensten Produkten verwendet, vom Tankrucksack, Zelten, Schlafsäcken bis hin zu Regenkombis.
OEKO-TEX STANDARD 100 Unter der Markenbezeichnung Oeko-Tex vergibt die Internationale Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil- und Lederökologie Produktlabel (Textilsiegel) und Betriebsstätten-zertifizierungen. Dabei werden Produkte aller Verarbeitungsstufen entlang der textilen Wertschöpfungs-kette (Fasern, Garne, Gewebe, Leder, konfektionierte Endprodukte) auf gesundheitliche Unbedenklich-keit und Betriebsstätten auf sozial- und umweltverträgliche Produktionsbedingungen geprüft. Der Standard 100 by Oeko-Tex ist das weltweit am weitesten verbreiteten Kennzeichen für schadstoffgeprüfte Textilien.
OUTLAST® Outlast® wurde für die NASA entwickelt. Es gleicht Temperaturschwankungen optimal aus und ist zudem sehr geruchsneutral und schnelltrocknend. Weitere Informationen siehe Performance Line. THE ROKKER COMPANY verwendet Outlast® in der Performance Linie.
OUNCE (OZ) Eine Unze (vom lateinisch Uncia‚ ein Zwölftel einer römischen Libra), später meist ein Sechzehntel eines Pfundes, ist eine nichtmetrische Masseinheit der Masse (1 OZ = 28.35gr). Die englische Bezeichnung ist ounce. Das Einheitenzeichen ist im angloamerikanischen Masssystem oz. (von ital. onza). Bei Jeans bezeichnet OZ das Gewicht des Stoffes pro Quadrat-Yard. Je höher die Zahl, desto schwerer der Stoff. Üblicherweise werden Jeans von 10 bis 15 OZ gefertigt. Ein Jeansstoff von 13 OZ hat zirka 440 Gramm pro Quadratmeter.
PEKEV® Pekev ist ein Gewebe aus Aramid- und Polyethylenfasern. Nebst einer guten Abreibfestigkeit weist Pekev® eine hohe Aufprallabsorption auf.
POLYAMID PA Polyamid (Kurzzeichen PA) ist die Bezeichnung von linearen Polymeren. Polyamid-Fasern haben eine relativ hohe Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit. Zudem besitzen sie eine gute Chemikalien-beständigkeit und sind einfach zu Verarbeiten. Je nach Verarbeitungsmethode entstehen aus Polyamid-Fasern unterschiedlichste Materialien, vom Futterstoff bis zur Outdoor- und Motorradbekleidung. Polyamid-Fasern sind unter den Namen Nylon, Perlon, Timbrelle und Dederon bekannt.
POLYETHYLEN PE Polyethylen (Kurzzeichen PE) ist ein durch Kettenpolymerisation vom petrochemisch erzeugten Ethen hergestellter thermoplastischer Kunststoff. Es ist der weltweit mit Abstand am häufigsten verwendeten Kunststoff und wird in erster Linie für Verpackungen verwendet. Durch eine korrekte Wahl von Produktionsverfahren, Produktionsbedingungen, Anteil und Art von Comonomeren, Katalysatoren, etc. können gezielt Polymere mit erwünschten Eigenschaften hergestellt werden; neben harten oder weichen Kunststoffen sind auch Wachse, Fette und sogar Öle aus Polyethylen möglich. Für weiterführende Informationen bitte Chemiekurs für Fortgeschrittene belegen.
POLYMER Polymer ist der Überbegriff für einen chemischen Stoff, der aus Makromolekülen besteht. Es gibt synthetische und von Lebewesen erzeugte Polymere. Polyethylen, Polypropylen und Polyamid sind Polymere.
POLYPROPYLEN PP Polypropylen (Kurzzeichen PP) ist ein durch Kettenpolymerisation hergestellter thermoplastischer Kunststoff. Seine Eigenschaften ähneln Polyethylen, er ist jedoch etwas härter und wärmebeständiger. Polypropylen ist der am zweithäufigsten verwendete Standardkunststoff und wird oft für Verpackungen verwendet.
PRIMALOFT Primaloft® ist die Bezeichnung eines hochwertigen Isolationsprodukt und bietet überlege Leistung für hochwertige Kaltwetter-Bekleidung. Primaloft® ist leicht, atmungsaktiv und besitzt hervorragende wasserabweisende Eigenschaften. Gerne wird Primaloft® als künstliche Daune bezeichnet. Primaloft® hält den Motorradfahrer trocken, warm und ist sehr komfortabel. Im Gegensatz zu Daunen kann Primaloft® problemlos gewaschen und auf kleinsten Raum komprimiert werden. Weitere Informationen siehe Performance Line. THE ROKKER COMPANY verwendet Primaloft® in der Performance Linie.
RAW DENIM Raw Denim ist auch unter der Bezeichnung Dry Denim bekannt. Es handelt sich dabei um einen festen, etwas steifen, unbedingt ungewaschenen Jeansstoff, der mit Indigo eingefärbt wurde. Achten Sie beim Kauf einer Hose aus Dry Denim unbedingt darauf, dass sie nicht vorgewaschen ist, denn nur dann können Sie dem guten Stück ein unverwechselbares, einzigartiges Aussehen verleihen, so genannten Fadings. Die Individualität der Raw Denim Hose wird durch den Gebrauch, also das Tragen erreicht. Je länger Sie die Bluejeans tragen, ohne sie zu waschen, umso besser können sich typische Verschleisserscheinungen entwickeln. Vorsicht: zu Beginn färben Raw Denim auf helle Materialien ab. Dieser Effekt schwächt sich jedoch im Laufe der Zeit durch das Tragen und Waschen zunehmend ab.
SELVAGE (auch Selvedge) Das Wort “Selvage” kommt von dem englischen Wort “self-edged”. Das steht für die “echte”, also keine abgeschnittene Webkante eines Stoffes. Diese Webkante ist schmal und dicht gewoben. Die in der Regel. weissliche Webkante wird normalerweise mit einem farbigen Faden fixiert, wobei Rot die wohl am weitesten verbreitete Farbe ist. Die farbigen Fäden wurden ursprünglich eingeführt, um die Stoffballen der Hauptkunden der Webereien unterscheiden zu können.

Vergleich ROKKER Bonneville 18 OZ. Casual Jeans: Links: neues, ungetragenes Modell - Rechts: selbes Modell nach 3 Jahren Tragen und 3 Handwäschen
Selvage Denim wird auf alten Schützenwebstühlen (in engl. Shuttle-Looms) gefertigt. Diese Webstühle weben den Stoff mit nur einem Schussfaden, der immer wieder die komplette Breite des Webstuhls zurücklegt. Wenn dieser Faden an den jeweiligen Enden zurück in den Denim geführt wird, entsteht die sogenannte “self-edge” oder Selvage. Diese Selvage-Kanten haben den Vorteil, dass sie nicht ausfransen, so wie bei herkömmlichen Webkanten, die beim Weben auf den moderneren Projektil-Webstühlen entstehen. Die Schützenwebstühle arbeiten sehr viel langsamer und können eine sehr viel geringere Stoffbreite produzieren. Bei Projektilwebstühlen erreicht man eine Stoffbreite von ca. 150 cm, bei Schützenwebstühlen lediglich rund 80 cm. Das bedeutet, dass ein sehr viel längeres Stück Stoff notwendig ist und viel mehr „Abschnitt“ produziert wird, um eine einzelne Selvage-Jeans zu fertigen. Zusammengefasst heisst das, dass der Selvage Stoff durch die langsameren Maschinen in der Produktion viel länger dauert und durch die geringere Stoffbreite viel mehr Stoff für eine Hose gebraucht wird, was den meist etwas höheren Preis ausmacht.
SOFTSHELL Softshell ist ein Oberbegriff für Funktionstextilien und wird meistens im Zusammenhang mit moderner Sport- und Freizeitbekleidung verwendet. Diese besteht häufig aus zwei oder drei laminierten Membran-schichten oder einem Doppelgewebe. THE ROKKER COMPANY verwendet Softshell Jacken in der Performance Linie als sogenannte Second Layer, wo sie als Isolationsschicht dienen. Die Softshelljacken von THE ROKKER COMPANY sind durch ihre Fleece-Innenfütterung besonders angenehm zu tragen.
TWARON® Twaron® ist ein Markennahme eines Aramid-Polymer-Gewebes der Holländischen Firma Teijin Aramid. (Siehe Aramid).
UHMWPE UHMWPE ist die Abkürzung für Ultra High Molecular Weight Polyethylene, einer Polyethylen-faser. Die Faser ist sehr lange haltbar und hat eine hohe Beständigkeit gegen Abrieb, Feuchtigkeit, UV-Strahlen und Chemikalien.
In feinsten Geweben findet UHMWPE Anwendung als Nähgarne, Angelschnüre und Drachenschnüre. In mittlerer Gewebeart findet die Faser Anwendung bei Sicherheitszubehör für Kletterausrüstungen, Yachttauen und Fischernetzen. Zudem wird diese Faser verwoben für Segeltuch und Planen verwendet. Aus schweren Geweben werden Taue für Schiffe, Ölplattformen und Tiefsee-Installationen hergestellt. THE ROKKER COMPANY verwendet unter anderem UHMWPE Fasern in der Rokkertech Linie.
WASSERDICHTIGKEIT Unter Wasserdichtigkeit versteht man jene Eigenschaft von Materialien oder Kleidung, die das Eindringen von Wasser ausreichend verhindert. Etwas völlig wasserdicht zu machen ist möglich, hat aber auch Nachteile. So soll etwa angenehm zu tragende Schutzkleidung zwar gegen üblichen Regen dicht sein, aber dennoch atmungsaktiv bleiben. Auch ist es für Kleidung nur selten nötig, völlige Dichtigkeit gegen Starkregen anzustreben. Kleidungsstücke werden, falls sie nicht aus 100 % wasserdichtem Material bestehen, häufig durch Imprägnierung (spritz)wasserdicht gemacht, die aber periodisch zu erneuern ist. Grundsätzlich gilt: Je höher die Wassersäule, desto geringer die Atmungsaktivität.
THE ROKKER COMPANY verwendet bei der Revolution Line die C-Change Membran der Firma Schöller. Diese hat eine Wassersäule von 20'000 mm, einen MVTR-Wert von 18’000g/m2/24h und einen RET-Wert von < 2. Normen für Wasserdichtigkeit:
- International Protection Codes (IP 00 bis IP 68) für technische Geräte
- Wassersäule bei Textilien in Millimeter
Die DIN EN 20811:1992, auch ISO 811 genannt, regelt die Art und Weise der Bestimmung des Widerstandes gegen das Durchdringen von Wasser. Durchzuführen ist folgender hydrostatischer Wasserdruckversuch: Die Aussenseite des Materials wird Wasser ausgesetzt. Der Wasserdruck beginnt bei Null und steigt um 10 mm pro Sekunde. Gemessen wird nun die Zeit, bis der dritte Tropfen auf der Innenseite zu sehen ist, beziehungsweise der der Zeit entsprechende Druck in Millimeter Wassersäule. Die Wassersäule wird in Millimetern angegeben.
Nach der europäischen Norm EN 343:2003 („Schutzkleidung gegen Regen“) ist ein Produkt mit einer Wassersäule ab 800 mm „wasserdicht (Klasse 2)“ und ab 1300 mm „wasserdicht (Klasse 3)“. Materialien wie die C-Change Membran der Firma Schöller, Gore-Tex oder Sympatex haben eine Wassersäule von mindestens 10'000 mm bis zu 30’000 mm. Wasserdicht und trotzdem nass?
Im täglichen Gebrauch können die technischen Normen für Wasserdichtigkeit um ein Vielfaches übertroffen werden. So wird beim Sitzen auf dem Motorrad der Stoff im Schritt gedehnt, die Membrane «verzogen» und durch das Körpergewicht des Fahrers wird der Wasserdruck, also die Wassersäule, massiv erhöht. Die Eidgenössische Materialprüfanstalt EMPA in St. Gallen in der Schweiz geht davon aus, dass ein Funktionsmaterial ab einer Wassersäule von 4.000 mm wasserdicht ist. Beim Sitzen auf feuchtem Untergrund wird ein Druck aufgebaut, der ca. 2.000 mm Wassersäule entspricht. Beim Knien in der Hocke drücken schon ca. 4800 mm Wassersäule auf die Bekleidung. So kann ein technisch wasserdichtes und sauber verarbeitetes Gewebe mit verschweissten Nähten und einer Wassersäule von mehr als 1300mm in der Praxis Wasser durchlassen.
Produkte von ROKKER:

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